Übersicht
Über diese Erkrankung
Delirium ohne Demenz ist ein akuter, vorübergehender Verwirrtheitszustand, der durch das plötzliche Auftreten kognitiver Störungen, insbesondere der Aufmerksamkeit, des Bewusstseins und der Wahrnehmung, gekennzeichnet ist. Es tritt häufig mit Symptomen wie Desorientierung, Gedächtnisstörungen, Halluzinationen, Unruhe und schwankendem Bewusstseinszustand auf. Im Gegensatz zur Demenz, die fortschreitend und langfristig ist, entwickelt sich ein Delirium plötzlich und ist in der Regel mit geeigneten Maßnahmen reversibel. Delirium tritt am häufigsten bei älteren Erwachsenen auf, insbesondere bei Patienten, die wegen einer Operation, Infektionen oder schweren Erkrankungen im Krankenhaus liegen. Es handelt sich um eine allgemein anerkannte klinische Erkrankung, die seit vielen Jahren untersucht wird, wobei das Verständnis ihrer zugrunde liegenden Mechanismen sich jedoch weiterentwickelt. Studien deuten darauf hin, dass 10 bis 30 % der älteren Krankenhauspatienten von Delirium betroffen sind, wobei die Prävalenz bei Patienten, die sich einer Operation unterziehen oder an einer kritischen Erkrankung leiden, höher ist. Komplikationen des Deliriums können längere Krankenhausaufenthalte, ein erhöhtes Sturzrisiko und langfristige kognitive Funktionsstörungen sein, wenn es nicht rechtzeitig behandelt wird. Emotionale Belastungen und eine erhöhte Belastung des Pflegepersonals sind ebenfalls erhebliche Folgen. Die Diagnose umfasst eine umfassende klinische Untersuchung, einschließlich Anamnese, kognitiver Tests und Laboruntersuchungen, um Ursachen wie Infektionen, Medikamente oder Stoffwechselstörungen auszuschließen. Bildgebende Untersuchungen können erforderlich sein, um zugrunde liegende Hirnanomalien zu identifizieren. Die Behandlung konzentriert sich in erster Linie auf die Beseitigung der zugrunde liegenden Ursache, die Symptomkontrolle und die unterstützende Pflege. Zu den Risikofaktoren für Delirium ohne Demenz zählen fortgeschrittenes Alter, Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, Herzerkrankungen), Medikamente und Krankenhausaufenthalte. Zu den Präventionsmaßnahmen gehören eine angemessene Medikamenteneinnahme, die Aufrechterhaltung der Flüssigkeits- und Nährstoffzufuhr sowie eine frühzeitige Mobilisierung von Risikopatienten. Eine regelmäßige Überwachung und Pflege von Risikogruppen kann dazu beitragen, das Auftreten von Delirium zu reduzieren.
