Übersicht
Über diese Erkrankung
Eine Interkostalneuropathie ist eine periphere Nervenerkrankung, bei der die Interkostalnerven, die zwischen den Rippen verlaufen und die Brustwand und den Oberbauch mit Nerven versorgen, geschädigt, gereizt oder komprimiert sind. Sie ist durch stechende, brennende oder stechende Schmerzen gekennzeichnet, die einem dermatomalen Muster entlang der Rippen folgen. Patienten können auch Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Überempfindlichkeit im betroffenen Bereich berichten. Es gibt keine formalen Subtypen, aber die Symptome können einseitig oder beidseitig sowie akut oder chronisch auftreten. Die Erkrankung ist relativ selten und wird aufgrund ihrer Symptomüberschneidungen mit muskuloskelettalen oder viszeralen Erkrankungen häufig nicht diagnostiziert. Sie tritt in allen Altersgruppen auf und wird am häufigsten nach thorakalen oder abdominalen Operationen, Traumata oder Herpes-Zoster-Infektionen beobachtet. Interkostale Nervenschmerzen werden seit Jahrzehnten in der klinischen Literatur beschrieben, häufig im Zusammenhang mit Post-Thorakotomie-Syndromen. Zu den Komplikationen zählen chronische neuropathische Schmerzen, Atemstörungen aufgrund von Schmerzen bei tiefer Atmung und eingeschränkte körperliche Aktivität. In seltenen Fällen können autonome Dysfunktionen oder anhaltende sensorische Ausfälle auftreten. Die Diagnose erfolgt klinisch, unterstützt durch eine körperliche Untersuchung, eine Symptomkartierung und manchmal bildgebende Verfahren oder Nervenleitungsuntersuchungen. Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab und kann Analgetika, Medikamente gegen neuropathische Schmerzen, Physiotherapie oder Interkostalnervenblockaden umfassen. Häufige Ursachen sind Operationen (insbesondere Thorakotomie oder Mastektomie), Traumata (Rippenfrakturen), Gürtelrose oder Kompression durch Tumore. Zu den Risikofaktoren zählen Diabetes, chronische Infektionen und vorangegangene thorakale Eingriffe. Die Prävention konzentriert sich auf nervenschonende Operationstechniken, die frühzeitige Behandlung von Infektionen wie Herpes zoster und die Behandlung systemischer Risikofaktoren wie Diabetes oder Entzündungen, um das Risiko einer Nervenschädigung zu verringern.
Symptomatik
