Übersicht
Über diese Erkrankung
Krankhafte Fettleibigkeit, auch bekannt als schwere oder Adipositas Grad III, ist ein Zustand, der durch einen Body-Mass-Index (BMI) von 40 oder höher oder einen BMI von 35 oder höher mit Adipositas-bedingten Gesundheitszuständen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder Schlafapnoe gekennzeichnet ist. Zu den Symptomen gehören übermäßige Fettansammlung, eingeschränkte Beweglichkeit, Gelenkschmerzen, Müdigkeit und eine erhöhte Anfälligkeit für chronische Krankheiten. Es handelt sich um eine schwere Form der Adipositas mit erheblichen körperlichen und psychischen Folgen. Morbide Adipositas betrifft etwa 5 % der Weltbevölkerung, wobei die Prävalenzraten aufgrund des zunehmend sitzenden Lebensstils und des Zugangs zu kalorienreichen Lebensmitteln steigen. In der Vergangenheit wurde Adipositas mit Wohlstand in Verbindung gebracht, doch moderne Trends zeigen, dass sie aufgrund des eingeschränkten Zugangs zu nahrhaften Lebensmitteln und zur Gesundheitsversorgung überproportional auf die unteren sozioökonomischen Gruppen wirkt. Unbehandelte krankhafte Fettleibigkeit erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, nichtalkoholische Fettleber (NAFLD), Arthrose und bestimmte Krebsarten erheblich. Sie trägt auch zu Atemwegserkrankungen wie obstruktiver Schlafapnoe und dem Adipositas-Hypoventilationssyndrom bei. Psychische Komplikationen wie Depressionen und Angstzustände sind häufig. Die Diagnose umfasst die Beurteilung des BMI und des Taillenumfangs sowie die Untersuchung auf damit zusammenhängende Erkrankungen durch Bluttests und bildgebende Verfahren. Die Behandlung konzentriert sich auf einen multidisziplinären Ansatz, der Änderungen des Lebensstils, Verhaltenstherapie, pharmakologische Interventionen und bariatrische Chirurgie für geeignete Patienten umfasst. Morbide Adipositas entsteht durch eine Kombination aus übermäßiger Kalorienzufuhr, reduzierter körperlicher Aktivität, genetischer Veranlagung, hormonellen Ungleichgewichten und psychologischen Faktoren wie Essattacken. Zu den Risikofaktoren gehören familiäre Adipositas, schlechte Ernährung und chronischer Stress. Zur Vorbeugung gehört die Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts durch ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Stressbewältigung und frühzeitiges Eingreifen bei Gewichtszunahme. Strategien im Bereich der öffentlichen Gesundheit, wie die Förderung des Zugangs zu gesunden Lebensmitteln und Bildung, sind unerlässlich, um die Adipositasraten zu senken.
