Übersicht
Über diese Erkrankung
Magnesiummangel, auch bekannt als Hypomagnesiämie, ist ein Zustand, bei dem der Körper nicht über ausreichend Magnesium verfügt, um lebenswichtige Funktionen aufrechtzuerhalten. Zu den Symptomen zählen Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Schwäche, Taubheitsgefühl, Herzrhythmusstörungen und neurologische Störungen. Der Mangel kann akut oder chronisch sein und lässt sich anhand der zugrunde liegenden Ursachen wie unzureichende Ernährung, Malabsorption oder übermäßiger Verlust über die Nieren oder den Magen-Darm-Trakt klassifizieren. Magnesiummangel ist relativ häufig und betrifft etwa 10 bis 30 % der Bevölkerung. Er tritt häufiger bei älteren Erwachsenen, Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen und Personen auf, deren Ernährung wenig magnesiumreiche Lebensmittel enthält. In der Vergangenheit haben die moderne Lebensmittelverarbeitung und der rückläufige Verzehr von Vollwertkost zu einem Anstieg der Mangelerscheinungen beigetragen, insbesondere in den Industrieländern. Unbehandelt kann Magnesiummangel zu schwerwiegenden Komplikationen führen, darunter Osteoporose, Herz-Kreislauf-Probleme, Krampfanfälle und chronische neurologische Probleme. Ein schwerer Mangel kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Herzstillstand verursachen. Die Diagnose umfasst eine klinische Untersuchung und Blutuntersuchungen zur Messung des Magnesiumspiegels im Serum. Zusätzliche Tests können die Nierenfunktion und den Elektrolytspiegel beurteilen. Die Behandlung umfasst in der Regel orale oder intravenöse Magnesiumpräparate, je nach Schweregrad und zugrunde liegender Ursache. Häufige Ursachen sind unzureichende Nahrungsaufnahme, chronischer Durchfall, Alkoholmissbrauch, die Einnahme von Diuretika und Malabsorptionsstörungen wie Morbus Crohn. Zu den Risikofaktoren zählen fortgeschrittenes Alter, Diabetes und Magen-Darm-Operationen. Die Prävention konzentriert sich auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an magnesiumhaltigen Lebensmitteln wie Nüssen, Samen, Vollkornprodukten und Blattgemüse ist. Die Behandlung von Grunderkrankungen und der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum sind ebenfalls wichtig, um das Risiko eines Magnesiummangels zu verringern.
Symptomatik
