Übersicht
Über diese Erkrankung
Manganmangel ist ein Zustand, bei dem dem Körper ausreichend Mangan fehlt, ein Spurenelement, das für die Knochenbildung, den Stoffwechsel und antioxidative Funktionen unerlässlich ist. Zu den Symptomen gehören Wachstumsstörungen, Skelettdeformitäten, schlechte Wundheilung, Hautausschläge, Schwindel und neurologische Probleme wie Gedächtnisverlust oder Zittern. Dieser Mangel kann als primär (Ernährungsmangel) oder sekundär (verursacht durch Malabsorption oder übermäßige Verluste) eingestuft werden. Manganmangel ist aufgrund des Vorkommens des Minerals in verschiedenen Lebensmitteln selten. Er kann jedoch bei Personen mit eingeschränkter Ernährung, Magen-Darm-Erkrankungen oder bei Personen, die langfristig parenteral ernährt werden, auftreten. In der Vergangenheit wurden Fälle bei Menschen festgestellt, die stark verarbeitete Lebensmittel konsumieren, denen ausreichend Mangan fehlt. Der Mangel tritt häufiger in Regionen mit geringer Ernährungsvielfalt auf. Unbehandelt kann Manganmangel zu Skelettdeformitäten, Osteoporose, gestörtem Glukosestoffwechsel und neurologischen Störungen führen. Bei Kindern kann er zu Wachstumsstörungen und Entwicklungsverzögerungen führen. Ein schwerer Mangel kann Unfruchtbarkeit, Hörverlust und eine Schwächung des Immunsystems verursachen. Die Diagnose umfasst eine klinische Untersuchung, die Erfassung der Ernährungsgewohnheiten und die Messung des Mangangehalts im Blut oder Haar. Die Behandlung umfasst in der Regel eine Umstellung der Ernährung und die Einnahme von Manganpräparaten, je nach Schweregrad entweder oral oder intravenös. Häufige Ursachen sind eine unzureichende Nahrungsaufnahme, Malabsorptionsstörungen (z. B. Morbus Crohn) und eine übermäßige Kalzium- oder Eisenaufnahme, die die Manganaufnahme beeinträchtigen kann. Zu den Risikofaktoren zählen restriktive Diäten, Magen-Darm-Operationen und chronischer Durchfall. Zur Vorbeugung gehört eine ausgewogene Ernährung mit manganreichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten, Blattgemüse und Tee. Die Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen und die Vermeidung einer übermäßigen Zufuhr konkurrierender Mineralien tragen dazu bei, einen ausreichenden Mangangehalt aufrechtzuerhalten.
Symptomatik
