Übersicht
Über diese Erkrankung
Eine Meningokokken-Infektion, auch Meningokokken-Krankheit genannt, bezeichnet jede Erkrankung, die durch das Bakterium Neisseria meningitidis verursacht wird. Diese Erkrankungen sind oft schwer und können lebensbedrohlich sein. So kann eine Meningokokkeninfektion beispielsweise eine Meningitis, d. h. eine Entzündung der Membranen, die das Gehirn und das Rückenmark umhüllen, oder eine Septikämie, eine Blutvergiftung, die zu einem septischen Schock führen kann, verursachen. Das Bakterium hat mehrere Eigenschaften, die es gefährlich machen. Darunter die Fähigkeit, in Wirtszellen einzudringen und dort zu überleben und Toxine zu produzieren, die das Wirtsgewebe schädigen. Außerdem verfügt es über eine Schutzhülle, eine so genannte Polysaccharidkapsel, die es ihm ermöglicht, sich dem Immunsystem zu entziehen. Das Bakterium wird durch engen Kontakt mit einer infizierten Person verbreitet. Es handelt sich um eine hochgradig ansteckende Krankheit, die in der Regel durch Atemwegssekrete wie Speichel oder Nasenausfluss verbreitet wird. Sie kann also durch Husten, Niesen, Küssen oder den gemeinsamen Gebrauch von Gegenständen wie Geschirr oder Getränken übertragen werden. Die Diagnose einer Meningokokken-Infektion erfordert eine Kombination aus körperlicher Untersuchung, Anamnese und Labortests, einschließlich Blutkulturen und Liquor-Analysen (Liquor). Die Behandlung umfasst in der Regel einen Krankenhausaufenthalt und die Verabreichung von intravenösen Antibiotika, um die Bakterien zu beseitigen und weitere Komplikationen zu verhindern. Eine Vorbeugung der Meningokokkeninfektion ist durch eine Impfung möglich. Es gibt verschiedene Arten von Impfstoffen, die jeweils altersabhängig sind.
Symptomatik
Symptome
- Hohes FieberSchwer
